Der SALZ-Tunnel: 
wär ja gelacht wenn nur andere bunte Striche auf Papier bringen könnten...

in einigen hundert Jahren wird der Blick auf Leonberg ein Extrakt unserer vielschichtigen Inhalte sein. Die Geschichtsbücher werden auf uns zurückblicken als eine Bürgerschaft von Bausparern, Hundezüchtern ...und Verkehrsexperten.

Der Ehrgeiz ein neues Verkehrskonzept für unsere Stadt zu entwickeln hat nun auch SALZ gepackt. Dabei haben wir es - wegen sowieso heute unvorstellbarer Summen - vermieden, aufs Geld zu schauen. Somit war der Blick frei für die Aufgabe: wie versteckt man 30.000 Autos in unserer Stadt so, dass sie lebenswert bleibt und an Aufenthaltsqualität gewinnt. Zunächst der Plan (zur Orientierung über die aktuelle Westvariante gezeichnet) dann die Erläuterung in Worten: 


Das SALZ-Doppel-Einbahntunnel-System hier größer

Warum Netzfall 42?

Zunächst um genügend Abstand für weitere Verkehrsgutachten zu lassen. Aber auch in Anlehnung an Douglas Adams Roman "per Anhalter durch die Galaxis" in dem ein Computer nach langer Berechnung "42" als Antwort auf die Frage "nach dem Leben und dem Universum" ausgibt.

Aber es ist uns durchaus Ernst mit diesem Vorschlag. Lesen Sie das Konzept und teilen sie uns Ihre Meinung dazu mit!

 

NETZFALL 42: Tunnel-Ansatz von S:ALZ

Die vielen über die Jahre entstandenen Varianten haben uns veranlasst ebenfalls über eine sinnvolle Entlastung der Altstadt aber natürlich auch der Gesamtstadt nachzudenken.

Der obenstehende Plan ist als Ideenskizze zu verstehen.

Unsere Gedankengänge dazu im Einzelnen:

Eine vierspurige Strasse mitten durch das Stadtgebiet ist ein harter Einschnitt und trennt Leonberg in zwei Hälften. 

Die aktuell offenbar favorisierte Trassenführung "westlicher Altstadttunnel" stellt einen massiven Einschnitt ins Naherholungsgebiet Glemstal dar. Die Trassenführung selbst scheint geeignet den Nebennutzen einer Autobahn-Umleitung U18 zu stark zu gewichten, so dass wir wohl eher mit Verhältnissen einer "A18" zu rechnen hätten, dem linealgezogenen Anschluss zum Westanschluss sei dank.

Unsere Lösung nimmt bei ähnlicher Verkehrsstrom-Tragfähigkeit den massiven baulichen Charakter zurück und nimmt die Tunnelspeisung in zwei ein, maximal zweispurigen Straßenbauwerken auf.

Die Lösung heißt: Einbahn-System.

Der Tunnel wird dabei wie geplant aus Richtung Ditzingen in beiden Fahrtrichtungen in den Berg geführt. Kurz vor Tunnelaustritt werden die Fahrtrichtungen aufgespaltet, münden an zwei sehr viel kleineren, möglicherweise einspurig ausreichenden Einstichen.

Dabei soll im Bereich Post die Einspeisung des stadtauswärts gerichteten Verkehrs erfolgen. Kreuzungsfrei wird der Verkehrsanteil zum Marktplatz abgeführt. Unter dem Pomeranzengarten - idealerweise durch einen vorgezogenen Tunnelmund vom Naherholungsgebiet/Altstadt entfernt - wird der stadteinwärts gerichtete Verkehr geführt, die aus der Altstadt über die ebenfalls einbahnige Bahnhofstrasse kommenden Fahrzeuge ebenfalls Kreuzungsfrei eingespeist.

Da die innerstädtischen Zu- und Abflüsse kreuzungsfrei erfolgen sehen wir kein Notwendigkeit für eine zweispurige Führung, da die aus Ditzingen kommende Bundesstrasse ebenfalls nur eine Fahrspur je Fahrtrichtung aufweist.

So könnten die Strassen ihren innerstädtischen Charakter bewahren trotz ähnlicher Belastungsfähigkeit.

Ergänzend wäre es sinnvoll die Stuttgarterstrasse ans nördliche Tunnelportal anzubinden und sämtliche den Marktplatz speisenden Strassen deutlich zurückzubauen.

Kosten:
Sämtliche geplanten Varianten übersteigen unsere Finanzkraft bei weitem. Diese würde nach ersten Schätzungen weitere 20% darüberliegen.

Diskutieren Sie dazu mit uns im Forum!

  


Statements
Ihrer SALZ-
Gemeinderäte:

Frank Dahl

Seit Jahrzehnten wird an Leonbergs Verkehrsproblemen geforscht. Ob der nun auf den weg gebrachte Westtunnel die Lösung ist? Die Zukunft wird es zeigen. bis dahin sollten wir trotz verabschiedetem Konzept den Blick für andere Lösungen offen halten.

Frank Albrecht

Alle Leonberger sind Verkehrsexperten. Alle? Ein kleines Grüppchen namens SALZ hat sich bisher eisern aus diesen Planspielen herausgehalten. Ab sofort nicht mehr.
Bunte Striche über bebautes Gebiet zu ziehen - als stünden dort nur Kartenhäuser - macht an! Wir sind infiziert und geben hier unser erstes Konzept zur Diskussion frei.
Unverkrampft aber ernst gemeint. In einer Stadtentwicklung verschwinden Jahrzehnte. Was lange währt wird endlich gut, sagt das Sprichwort, und wir hoffen dass es zu seiner Erfüllung nicht zu spät ist.