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1. Preis: der Trick
mit dem Knick! Direkt nach der Römergalerie verschwenkt hier eine
Allee in Richtung Hirschbrunnen. Dabei wird die neu entstehende
parkähnliche Landschaft von einer Ladenzeile mit Gastronomie flankiert.

2. Preis: mehr
Platzcharakter, weniger Park. Der für den Platzcharakter sinnvolle
recht enge Durchgang sowie der "Bügel" am Rathaus laden
weniger zum Platzbesuch ein. Neuankömmlingen am Platz wird die
sicht auf die Altstadtkulisse von Café und Bücherei etwas
versperrt.

3. Preis: ein
breiter Durchgang wird scheinbar vom neuen Rathausbau blockiert.
Tatsächlich werden hier die Wege bereits für Platzbesucher und
Altstadt-Spazierer aufgeteilt, die wahlweise über den Steg oder
entlang der Wohnbebauung zum Hirschbrunnen geführt werden.
Problematisch allerdings die etwas verschattet liegende Wohnbebauung
am "Hirschbrunnenweg".

4. Preis: hier wird
der Wohnbebauung der Vorzug gegeben. Es entstehen eher beengte
Platzräume für Reiterstadion und Pferdemarkt, die Altstadtkulisse
ist im östlichen Teil nicht mehr frei einsehbar.

5. Preis: ein
Kreisverkehr verteilt die Fahrzeugströme gleichberechtigt in
Eltinger- und Lindenstrasse. Optisch wird die Querung zum schön
freigestellten Platz mit voller Altstadtkulisse erschwert. Eine gute
Lösung mit Cafè am "Oberplatz" und klar gegliederter
Wohnbebauung.
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Wer unsere
politische Meinung nicht lesen will, kann hier sofort in die
Übersichten zu den Preisträgern einsteigen:
1. Preis 2.
Preis 3. Preis
4. Preis 5.
Preis Ankäufe
eine Übersicht
über die Platzierungen sowie Bilder der ausgeschiedenen Arbeiten
finden sie in der Galerie,
geordnet nach Preisnummern.
In einer
Mammut-Sitzung hat am 27.2.2008 die Jury zum Wettbewerb Stadtumbau
Leonberg Mitte die Weichen für die Zukunft gestellt: 5 Preise
wurden vergeben, dazu gibt es zwei Entwürfe die als Ankäufe
gewürdigt wurden. Das Feld der 22 Wettbewerbsteilnehmer - weitere 8
hatten nicht abgegeben - hat eine breite Spanne an Ideen von
verwegen bis sensationell abgeliefert.
Auch SALZ war
Mitglied der 15-köpfigen Jury und mit Frank Albrecht vertreten. Am
Ende konnte die Jury einen einstimmigen Beschluss über die
Platzierungen fassen. Wir hoffen dass diese Einigkeit auch über die
Jahre der Umsetzung dieses Projektes bestehen bleibt.
Bedenken
hinsichtlich der Finanzierung dieses Großprojektes sind zwar nicht
völlig von der Hand zu weisen, es gibt jedoch mehrere gangbare Wege
diese auszuräumen.
Alle Preisträger
legen den Pferdemarkt auf das Gelände der ehemaligen Leonberger
Bausparkasse. Folglich entstehen hier immer Kosten für
Grundstücksankäufe bei der Stadt. der Siegerentwurf sieht
tatsächlich eine sehr großzügige Grünfläche vor, allerdings
kann nur so ein parkähnlicher Charakter entstehen. Und eben hier
liegt eine Möglichkeit für einen Teil der Finanzierung des
Projektes: da wir an einem weiteren zentralen Platz der Stadt eine
Erholungsfläche schaffen könnten wir uns vorstellen, neben der
sowieso im FNP ausgewiesenen Fläche am Stadtpark entlang der
Berlinerstr. weiter maßvoll Bauland auszuweisen, das hier verloren
geht. Der obere Teil des Stadtparks wird von vielen Bürgern als
recht nutzlose Brache angesehen, die neben dem eigentlichen Park um
den Sprudlerberg keine besondere Qualität bietet.
Weiter sehen wir im westlichen Teil des Entwurfes der lockere
Wohnbebauung vorsieht die Möglichkeit weiter zu verdichten oder bei
guter Planung noch eine schmale Baureihe vorzulagern.
In wie weit es den Preisträgern gelingt für einen ersten
Bauabschnitt die Lindenstraße samt Rathaus unberührt zu lassen,
bleibt abzuwarten. Hier sehen wir eine Schlüsselaufgabe für die
Akzeptanz dieser Pläne. Ist der Pferdemark erst auf dem neuen
Gelände angekommen, wird man sich auch endlich sinnvoll über einen
neuen Standort für den Wochenmarkt unterhalten können, der dann
wiederum zusammen mit dem dann alten Reiterstadion Land zu
Gegenfinanzierung freilegt.
Soweit unsere
ersten Gedanken. Folgen Sie uns nun auf die virtuelle Reise durch
die Entwürfe der Preisträger:
1.
Preis
Ihre Liste SALZ
Basis-Info zu
den Entwürfen: wir wollen an dieser Stelle keine umfassende
Information zu den Details der Entwürfe bieten. Diese Seiten dienen
als Gedächtnisstütze unmittelbar beteiligter Personen und der
Bürger. Wir
empfehlen dringend den Besuch der Ausstellung in der
Römergalerie 1.OG, die immer Do./Fr. ab 16:00 und Sa./So.
ganztägig bis Mitte April geöffnet sein wird. Hier hängen auch
detaillierte Pläne und Ansichten aus, die Modelle selbst sind sehr
beeindruckend. Nur auf dieser Basis können Sie sich eine fundierte
Meinung bilden, die unsere Bilder stützen können. Allgemein
haben viele Entwürfe konzeptionelle Gemeinsamkeiten bzgl.
Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel, der oft in der
Verlängerung der Römergalerie angesiedelt wird. Kleinere
Ladeneinheiten und Bürogebäude finden sich oft um den aktuellen
Postbau gruppiert, meist ergänzt mit Gastronomie zum Platz hin.
Wohnbebauung sehen viele Architekten am Platzrand gruppiert, mit
einem Schwerpunkt im west-südwestlichen Gebiet, manchmal auch in
den Obergeschossen der kleineren Gewerbeeinheiten. Kurioses
dem man Mut und Kreativität anerkennen kann gibt es auch zu sehen,
wenn auch nicht unter den praxisnäheren Siegerentwürfen. Besonders
im Gedächtnis ist uns ein Rathaus an der Altstadtkante auf dessen
Dach ein Ratssaal thront der auf gleicher Höhe mit einem Steg zur
Altstadt liegt den ein Aufzug öffentlich bedient. Einen
freistehenden Aufzug gibt es in einem anderen Entwurf zu bestaunen,
auch ein höhergelegter Pferdemarkt-Platz mit Untertunnelung der
Lindenstrasse ist interessant anzuschauen. Dazu erwartungsgemäß
Steg-Konstrukte aller Art, die durchaus Lust auf Höhen-Erfahrungen
machen. Ein Entwurf hat gar die Wunsch-Achse Neue Stadtmitte
<-> Altstadt ignoriert und eine neue geschaffen: vom Hochhaus
Leo1 geradewegs zur Kirche am Marktplatz und dies mit Peilstäben
verdeutlicht. Seltsam allerdings manche Ausgestaltung von Modell
oder Plan: Häuserzeilen die schriftlich 2-Stöckig ausgewiesen sind
wachsen aus totem Holz in den maßstäblichen 5. Stock, bunte Pläne
suggerieren eine grüne Insel mit kleinen Häuschen im blauen
Stadtmeer die im Modell ins negative wechseln: grün wird das Dach
der Bebauung, braun die Innenhöfe. Verkehrte Stadtwelten. |