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SALZ-Interessenten, zum teils missverständlichen Interview heute in
der LKZ möchte ich einiges in den richtigen Zusammenhang stellen.
Selbstverständlich ist klar, dass eine Zeitung nicht seitenlang
Hintergründiges berichten kann, um eine einfache Wahrheit zu
transportieren.
Die Äußerung
dass die Sportanlagen des TSV Gewerbeflächen Platz machen sollten, stößt
zurecht auf Unverständnis. Aus dem Zusammenhang genommen kann man
das so zitieren, gemeint war aber etwas völlig anderes:
der Leonberger
Gemeinderat diskutiert seit Jahrzehnten über
Erweiterungsmöglichkeiten der angeblich zu knappen Gewerbeflächen,
obschon im Bestand noch gut 10ha frei sind.
Da die
Diskussionen sicher auch die nächsten Jahre anhalten werden,
hoffentlich ohne weitere Fehlentscheidungen wie Schertlenswald allzu
kompromissbehaftet auf die Tagesordnung zu bringen, habe ich einen
Ausblick in die ferne Zukunft gewagt:
Die Stadt ist angehalten Sportvereine zu stützen so gut es geht. Schließlich
übernehmen die eine nicht anders zu stemmende enorme
gesellschaftliche Aufgabe. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement
wäre die Stadt undenkbar, gelebte Gemeinschaft würde
Trostlosigkeit weichen.
Tragende Säulen
der Stadtfinanzen sind nun aber einmal Einkommensteuerzuweisungen,
das bedeutet also Wohngebiete und Einwohnerzahl, sowie die
Gewerbesteuer, das bedeutet Flächenverbrauch für
Gewerbeansiedlungen.
Es macht, wie
jedem einleuchten wird, wenig Sinn, Gewerbe fern ab der
Autobahntrassen anzusiedeln, da die Betriebe in der Regel Andien-
und Besucherverkehr haben und auch die Mitarbeiter nicht nur aus
Leonberg kommen.
Folglich bedeutet eine andere Verortung weniger Wert für die
Betriebe und mehr Verkehr für Leonberg.
Die Gedanken der
Gemeinderatskollegen winden sich dieser Tage um zugepflasterte
Naherholungsgebiete in den Riedwiesen oder vor dem Schopflochberg.
Da muss der in die ferne Zukunft gerichtete Gedanke schon erlaubt
sein, ob nicht - wenn sowieso Sanierungen anstehen - neue
Sportanlagen beispielsweise in den Riedwiesen zwar nicht
ökologischer aber für den Naherholungssuchenden weniger unangenehm
wären, als ein Gewerbegebiet durch das er ins Grüne wandert. Im
Gegenzug stünden für profitable Gewerbebetriebe an logischer
Stelle, nämlich in Verlängerung des Hertich, sinnvolle und für
Leonberg tragbare Flächen bereit.
Nur ein Gedanke.
Selbstverständlich geht das nur mit den Vereinen und es muss am
Ende eine Verbesserung für diese sichtbar werden. Denn wichtiger
als Gewerbegebiete ist ohne Frage eine funktionsfähige
Gesellschaft.
Ihr Frank Albrecht [eMail]
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