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| Agnes
Hoffmeister, Lehrerin und Mutter dreier Kinder hat die Interviews
mit den Kandidaten zur Oberbürgermeister-Wahl am 27.9.09 geführt.
Der Kommentar
von Agnes Hoffmeister
Welcher OB ist "mein" OB? |
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Schuler, Schühle und Murschel, drei Männer, die das gleiche wollen:
Das Amt des Oberbürgermeisters in Leonberg. Drei Männer, die abgesehen vom ähnlichen Alter nicht viel gemeinsam haben und dann doch wieder nur eins im Sinn haben: die Stadt nach vorne bringen, jeder auf seine Art und mit anderen Schwerpunkten.
Herr Murschel sieht aus wie der freundliche Nachbar von Nebenan, wirkt durch und durch ehrlich und authentisch, gibt wohlüberlegte Antworten.
Unserem amtierenden OB merkt man seine Erfahrung an. Er ist Routinier im gewinnenden Umgang mit Menschen, drückt sich sehr gewählt aus, strahlt Sicherheit und Wohlbefinden aus.
Herr Schühle als Praktiker und absoluter Neuling auf der politischen Bühne wirkt noch etwas unsicher, formuliert aber überlegt.
Vor allem Herr Schuler und Herr Murschel haben Antworten auf die Fragen, die die Bürger in der Stadt umtreiben: Zukunft des Wüstenrotareals, Verkehrsbelastung durch Lärm und Abgase. Während Herr Schuler beim Wüstenrotareal sehr optimistisch, gleichzeitig aber auch realistisch bleibt, sieht Herr Murschel auch Alternativen als Übergangslösungen, sollte Herr Häussler aussteigen. Ob die Sportplatznutzung dabei wirklich realisierbar ist, sei dahin gestellt.
Bei Herrn Schühle geht es weniger um inhaltliche Schwerpunkte, ihm ist es wichtig, nach welchen Werten ein Oberbürgermeister sich ausrichtet und regiert. Als diese nennt er Offenheit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und ein Miteinander von OB und Bürgern.
Auch das Thema Verkehr wird unterschiedlich bewertet. Herr Murschel möchte die Situation, wie sie sich im Moment darstellt, so nicht hinnehmen, mobilisiert Menschen, schreibt Briefe ans Ministerium. Herr Schuler dagegen sieht eher die Verbesserung zu der Situation wie sie früher war und bemängelt, dass Aufwärtstendenzen wenig gesehen und benannt werden. Die Kritik dagegen komme immer schnell. Sicherlich hat er Recht, dass niemand weiß, ob eine Umgehungsstraße, bzw. ein Umgehungstunnel angenommen würde. Das hilft nur den Menschen, die heute in der Grabenstraße wohnen, herzlich wenig.
Ganz klar, dass Herr Murschel als Grüner das Thema Umwelt anders wahrnimmt und stärker vorantreiben möchte. Über bessere Fahrradwege, optimalere Busverbindungen, ein Durchfahrtsverbot für LKW würden sich viele freuen!
Herr Schühle setzt bei diesem Problem auf die Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern, denen das Thema am Herzen liegt.
Keiner der dreien kann es sich leisten, die Stärkung der Schulen und Kindergärten nicht als ein wichtiges Anliegen anzusehen.
Der Knackpunkt wird der sein, ob es dem zukünftigen Oberbürgermeister gelingt, den Gemeinderat für seine Wünsche und Ideen zu gewinnen, seine Mitarbeiter im Rathaus in die richtige Richtung zu führen, Meinungsverschiedenheiten auszuhalten, zwischen Parteien und „Streithähnen“ zu vermitteln, seine Stadt nach außen hin positiv darzustellen und realistisch nach vorne zu bringen.
Bei Herrn Schuler kann man auf 16 Jahre zurückblicken und seine Worte an den Taten messen. Hier kann sich jeder bereits ein eigenes Urteil bilden.
Bei Herrn Murschel gehören ein Strauß Vorschusslorbeeren und der Wunsch nach Veränderung dazu, weil er zwar schon lange erfolgreich politisch aktiv ist, aber keine OB-Erfahrung hat. Daher muss Bernd Murschel zeigen, ob er dieser starke Mann sein kann, der sich nicht von dem Weg abbringen lässt, den er mit klarem Blick ins Auge gefasst hat.
Herrn Schühle muss man für seinen Mut gratulieren, sich zur Wahl aufzustellen. Er ist nicht dabei stehen geblieben zu kritisieren, sondern ist in die Öffentlichkeit getreten, um etwas zu verändern. Bleibt die Frage, in wie weit er ohne aktiven Wahlkampf und mit wenigen inhaltlichen Schwerpunkten überzeugen kann.
Schlussendlich muss jeder Bürger seine Wahl treffen, ob sie gut war, wird die Zukunft zeigen!
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Agnes
Hoffmeister, die die Interviews geführt hat, erreichen sie über info@salz-leo.de
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