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Sitzungsleitung:
Ortsvorsteherin Ursula Kreutel

Beton: es kommt
darauf an was man daraus macht. Sowas lieber nicht.

Wählerstimmen
für die FDP gesammelt? Prof. Dr. Maurmaier als Vertreter der
OR-Befürworter vor farblich passendem Hintergrund

Friedliche
Aussprache: sachliche Bedenken-Vorträge der Höfinger Bürger

Leicht
verschnupft: GR/OR Fürst

Zu viel über die
Kreisumlage und die Welt geredet, aber auch gute andere Argumente
gebracht: OB Schuler

Keine Heimat: der
Liederkranz Höfingen (gegründet 1880!) hat angeblich schon immer im
neuen Höfinger Rathaus geprobt.
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Am 11.04.05 fand
in Höfingen die Auftaktveranstaltung zu den Bürgerversammlungen
mit Themenschwerpunkt Auflösung der Ortschaftsräte/-verwaltung
statt.
Wir waren vor Ort
um uns ein Bild von der Stimmung zu machen. Die Sitzung unter
Leitung von Ortsvorsteherin Ursula Kreutel war mit 500 nicht nur Höfinger Bürgern sehr gut besucht. Dennoch kam es nicht zu
einseitiger Stimmungsmache, vielmehr legten OB Schuler und Prof. Dr.
Maurmaier ihre Argumente für bzw. gegen die Abschaffung sachlich
dar.
Über den Verlauf
des Abends sind Sie sicher schon aus der Zeitung informiert, daher
gleich zur SALZ-Interpretation des Geschehens:
Bezeichnend war
der Anteil junger Höfinger unter 40 Jahren, den man optimistisch
bei höchstens 10% sehen kann. Die unter 30-jährigen waren quasi
nicht anwesend. So war auch klar dass die Anwesende Generation
Höfingen noch aus der Vor-Eingemeindungszeit kennt und damit
Nostalgie im Spiel war: eine Rednerin wollte gar das Rad der
Geschichte zurückdrehen.
Ein jüngerer
Redner brachte es auf den Punkt: wer Veränderungen nicht mutig
angeht und nur bestehende Strukturen akzeptiert wird den Anschluss an die Welt verpassen. Interessant auch, dass der schon seit 1880
existierende Liederkranz Höfingen wohl schon "immer" im
Rathaus seine Heimat hatte...
Nicht wegen der
Kosten sondern zur Effektivitätssteigerung und eben auch weil für
viele - wenn auch nicht alle - jüngeren Menschen die Eingemeindung
längst vollzogen ist sind wir der Meinung, dass diese politische und
Verwaltungs-Stufe ein Fossil ist. Die Zeit ist reif die alten Zöpfe
abzuschneiden und eine gesamtleonberger Denke im Gemeinderat
einzufordern!
Dabei wäre für die Übergangszeit bis zur vollständigen Ankunft
der Höfinger in Gesamtleonberg ein altes Modell die bessere Wahl
gewesen: die unechte Teilortswahl. mit Fokus auf die Gesamtstadt
hätten die in den Teilorten Gewählten mit starker Stimme in
Leonberg Präsenz gezeigt und, was noch wichtiger ist, auch
tatsächliche Macht gehabt. Der an sich schönen Utopie dass den
Ortschaftsräten mehr Einfluss seitens des Gemeinderates
zugesprochen wird wollen wir aus Kenntnis der Köpfe nicht folgen.
Zurück zur unechten Teilortswahl und die dezentralen Organe
auflösen wäre eine durchaus denkbare Lösung.
Schließlich leben wir in einer modernen Welt: wer SALZ eine E-Mail mit einem
Anliegen schickt bekommt umgehend eine Stellungnahme. Ob er in
Höfingen wohnt oder neben dem Rathaus. Kommunikation ist alles,
mangelnde Kommunikation allerdings ein großes Problem, gerade in
Leonberg. Daran müssen wir Arbeiten. Nicht an Abgrenzungen nach
alten Landkarten.
Ums Geld geht es
uns jedenfalls nicht: mit vergleichsweise kleinen Beträgen wie den
Kosten für die Ortschaftsräte (die wohl nicht unbedingt ein
Rathausmonster bräuchten) ist ebenso wie mit dem Sparwahn bei
anderen sensiblen Bereichen bürgerschaftlichen Engagements,
beispielsweise der Lokalen Agenda, der nächste Haushalt nicht
zu retten. Anstatt hier die Bürger mit Cent-Rechnereien zu
zermürben wäre die klare Aussage zur Ineffektivität der ORs
(nicht unbedingt selbstverschuldet!) die bessere Vorgehensweise
gewesen. Der gefährlich falsche Eindruck "Ehrenamt
kostet nur Geld und bringt nichts" wäre nicht entstanden. Wer
Geld sucht wird es an belastenderer Stelle finden, etwa in der
Stadthalle...
Abschließend
noch einiger Gedanken zum neuen Rathaus in Höfingen: dieses
Monument der Hässlichkeit kostet laufend und in den nächsten
Jahren durch fällige Renovierungen im Besonderen unmengen Geld. Das
alles für Verwaltungsbruchstücke und schwache Vereinsnutzung.
Sollten wir hier nicht konsequent sein und den Blick auf das Zentrum
öffnen? Die Abrißkosten werden durch die gesparten laufenden
Kosten der nächsten beiden Jahre leicht getragen. Ein luftiger
Ortskern mit Aussicht auf Lebensqualität könnte die Folge sein.
Wie man es macht sehen Sie in unserer EISS-Abriss Fotoserie auf der
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