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Meinungen
Erfahren
Sie hier unsere Standpunkte zu stadtwichtigen Themen. Sie sind anderer
Meinung? Das kann ja mal passieren. Überzeugen Sie uns! Kommen Sie zum
Marktstand oder senden Sie uns eine E-Mail.
0. Warnhinweis!
Die Gemeinderatswahl ist eine Personenwahl. Darum
empfehlen wir auch Personen zu wählen und keine Programme. Bitte nehmen
Sie sich einige Minuten Zeit und besuchen Sie uns beispielsweise am
Wochenmarkt in der Steinstrasse.
Wählen Sie Personen denen Sie zutrauen 5 Jahre lang sachbezogene
Entscheidungen in Ihrem Interesse, oder wenigstens ohne die Verfolgung
anderer Interessen, zu treffen.
1.
Stadtumbau
Der Stadtumbau Leonberg Mitte muss sich am
Siegerntwurf des Städtebaulichen Wettbewerbs
orientieren. Jede Abweichung davon die kommerziellen Interessen
vermeintlich zu schulden ist, führt direkt zu weniger Stadt-Identität.
In der Ausschreibung zum Wettbewerb haben sich viele Menschen gute
Gedanken zum Inhalt desselben gemacht. Der Siegerentwurf hat diesen
Gedanken ein Gesicht gegeben und die Umsetzung wird der Stadt endlich ein
Gesicht geben: zwischen dem nach innen gekehrten Leo-Center und der etwas
verschlafenen Altstadt wird der umgesetzte Siegerentwurf nicht nur
Verbindung, sondern identitätsstiftender Raum sein.
Dabei geht es eben nicht nur um Wohnen und Einkaufen sondern um mehr: es
geht um Wohlfühlqualität! Mit dem zweifelhaften Ruf der Schlafstadt
Stuttgarts wird Leonberg an dieser Stelle brechen: Menschen die ihren Tag
beispielsweise in Stuttgart 21 arbeitend verbringen und von der lockenden
S-Bahn auch abends dorthin gezogen werden sollen, werden hier Alternativen
finden. Wohnortnah. Sympathisch. Leonbergisch.
Der neue Gemeinderat ist gefordert rein gewinnorientierten Investoren
diesen Gedanken zu vermitteln und einig zum Stadtumbau wie geplant zu
stehen. Das Planungsrecht ist unsere Stärke, letztlich kann hier nichts
entstehen was der Gemeinderat, was wir Bürger nicht wollen. Schließlich
kauft jeder Investor im Bewusstsein des Leonberger Willens: Umsetzung des
Siegerentwurfs. Wie sollte man sich da rausreden können?
2.
Kinder, Jugend, Bildung & Schule
Die geforderte Betreuung von Kindern ab dem ersten Lebensjahr wird in
Leonberg schon vor dem Zieltermin 2013 geschaffen sein. Allerdings ist es
nicht nur unsere Aufgabe Plätze vorzuhalten, sondern auch ein
vielfältiges, attraktives Angebotsspektrum, wie es aktuell besteht, in
die Zukunft zu führen.
Die immer stärker geforderte erzieherische Tätigkeit in Schule und
Kindergarten benötigt neue Richtlinien und auch Handlungsspielräume für
Erzieher/-innen und Lehrkräfte. Wir müssen darauf achten dass
Vorschriften und von der EU aufgedrängte Vorgaben unseren Pädagogen
nicht dringend benötigte Freiräume beschneiden. Dicke
Vorschriftensammlungen und der Zwang zu oft nur oberflächlich leistbaren
Beurteilungen dürfen den Blick auf das Wesentliche nicht zu sehr
einschränken: den Blick auf unsere Kinder. Verwaltung und Gemeinderat
sind gefordert immer neuen Zwängen von außen entgegenzustehen und den
handelnden Personen den Rücken frei zu halten.
Die
Einführung des Ganztagesbetriebs an vielen Leonberger Schulen muss auf
das freiwillige Modell beschränkt bleiben. Das kostet die Stadt mehr
Geld, bringt aber eine andere Qualität: das Wahlrecht. Eltern sollen auch
in Zukunft mit ihren Kindern frei entscheiden können, wie die Nachmittage
zu nutzen sind. Individualität statt Uniformität ist das Ziel.
Wir sind
bereit auch in Zeiten der Wirtschaftskrise alle nötigen Investitionen
für eine gute Ausbildung unserer Kinder im Gemeinderat mitzutragen.
Investitionen die jetzt nicht getätigt werden, haben unmittelbar negative
Auswirkungen auf die Zukunft.
3.
Vereinsförderung
Die Vereine übernehmen einen großen und unverzichtbaren Teil der
ansonsten von der Stadt vorzuhaltenden Aufgaben. Ohne Ehrenamt wäre
Leonberg nicht denkbar. Demgegenüber stehen vergleichsweise geringe
Kosten für die Stadt in der Vereinsförderung. Hier darf auch in Zukunft
nicht gespart werden.
Allerdings sind auch die Vereine gefordert sich weiterzuentwickeln. Wir
regen Gespräche der Vereinsspitzen der großen Mehrspartenvereine mit dem
Ziel einer gemeinsamen Organisationsstruktur an. Wir denken dass die
Vereine unter einem organisatorischen Dach viel effektiver handeln können
als bisher. Das bedeutet nicht dass die Sportstätten zentralisiert werden
sollten, aber in manchen Bereichen, Handballer und Turner machen es vor,
ist die Kooperation ein Baustein zum Erfolg.
Und bitte:
lassen Sie die alte Eltinger- vs. Leonberger-Folklore da wo sie
hingehört: in den Altstadtkellern am Pferdemarkt, beispielsweise.
4.
Ezach III
Das Verfahren zu Ezach III ist derzeit in der Überarbeitung und es ist
absolut nicht klar wie es weiter geht. Das liegt weder an der Stadt noch
am Gemeinderat, sondern an Grundstückseigentümern die das bislang
vorangetriebene "Höfe-Konzept" nicht weiterverfolgen möchten.
Klar ist aber eines: die Bebauung im Naturschutzgebiet ist nicht das Ziel
der SALZ-Gemeinderäte. Allerdings sehen wir keinen Anlass zu Panik
bezüglich des Durchgangs an der Geislingerstrasse. Mit geeigneten
baulichen Maßnahmen kann hier befürchteter Durchgangsverkehr gestoppt
und dennoch die nötige Durchlässigkeit geschaffen werden.
5.
Kreisel Warmbronn
Der Kreisverkehr an der zentralen Warmbronner Kreuzung war und ist
unsinnig. SALZ ist nicht dafür, kann sich aber mit einer abknickenden
Vorfahrt anfreunden.
6.
Altstadttunnel
Ein nicht-wahlkampfgeeignetes Thema. Deshalb nur in der unvollkommenen
Kürze: wir sind gegen die aktuelle Tunnelplanung mit Tunnelmund am
Pomeranzengarten. Schadstoffwerte und die bloße Verlagerung des Problems
sind eindeutige Argumente gegen diese Variante. Wir sind aber nicht
notwendigerweise gegen jede Art von Tunnel. Unserer
gefällt uns besonders gut, auch wenn er noch mal etwas teurer ist. Da wir
uns sowieso keinen Tunnel leisten können, wird aber Träumen doch wohl
erlaubt sein?
7.
Verkehrsberuhigungen, Kreisel, Tempo 30
Die Ortsteile Höfingen und Gebersheim sind durch übermäßigen
Durchgangsverkehr stark belastet. Ein Grund scheint die geschickte
Autobahnumfahrung von AS-Ditzingen nach AS-Rutesheim zu sein und auch LKWs
die von AS-Ditzingen nach Rutesheim-Schertlenswald wollen. Die Aufgabe die
sich dem Gemeinderat stellt ist also, diese Strecke für LKW und
Durchgangsverkehr unattraktiv zu machen. Das kann einerseits mit Tempo 30
auf den Ortsdurchfahrten gelingen, oder aber mit einer abknickenden
Vorfahrtstrasse an der zentralen Höfinger Kreuzung in Richtung
Hirschlanden. Beide Maßnahmen sind günstig über Schilder regelbar,
belasten den Haushalt minimal. Wir sind der Meinung dass man den Versuch
wagen sollte. Misslingt er, haben wir einige Schilder übrig. Versuchen
wir es nie, vertrödeln wir endlos Zeit mit Abwägungen, die doch nur
Theorie bleiben können.
Anders
sieht es im Ramtel aus: hier soll die Breslauerstrasse auf Wunsch des
Bürgervereins zunächst auf Tempo 30, nach weiteren Überlegungen nur
noch auf Tempo 40 gedrosselt werden. Laut Messungen beträgt die
Durchschnittsgeschwindigkeit aber bereits jetzt wegen gewollter Randparker
weniger als 40km/h. Die dennoch vorhandenen Raser werden sich auch durch
Tempo-40-Schilder nicht bremsen lassen. Eine andere Lösung muss also her,
oder die Einsicht dass eine offenbar gewünschte Strasse dieser Größe
eben auch ein gewisses Verkehrsaufkommen mit sich bringt. Alternativ kann
also nur die Drosslung in Richtung Spielstrasse ein Ziel sein. Mehrheiten
dafür sehen wir nicht und wir wollen es auch nicht.
Der
Kreisel in Warmbronn ist in aller Munde. Auch SALZ war vor Ort und es ist
klar: der Kreisel zerstört mehr als er bringt. Da helfen auch keine
Prospekte der Stadtverwaltung. Eine abknickende Vorfahrtstrasse scheint
logisch und sollte zunächst im Ortschaftsrat diskutiert werden. Und bitte
liebe Kollegen Ortschaftsräte: vergessen Sie vor der Abstimmung nicht
wieder in die Bürgerschaft reinzuhören...
8. Bäderkonzept
Angesichts leerer Kassen scheint eine abschließende Lösung der
Bäderfrage in weiter Ferne. Da auch die Einigung im Gemeinderat noch in
weiter Ferne liegt, scheint es uns angeraten das Problem jetzt sofort
lösungsorientiert zu diskutieren, damit wir in der nächsten
Investitionsphase nach der Krise sofort loslegen können. Eine bloße
Sanierung im Bestand kann nicht die Lösung sein. Zu unattraktiv ist das
Hallenbad, zu marode die Substanz. Auf einen Planungshorizont von 10 - 15
Jahren hin gedacht müssen auch Ideen außerhalb des bekannten Spektrums
Platz haben: kann das Leobad als Ganzjahresbad an anderer Stelle völlig
neu entstehen? Wo wäre noch Platz? Könnte man nicht sogar die
Gewerbegebietsfrage damit verknüpfen, und Sport und Bad komplett neu
verorten, in einer gemeinsamen Lösung mit den Vereinen? Wir bieten keine
fertige Lösung. Aber wir fordern: nutzen wir die Zeit knapper Kassen als
Diskussionszeit, denken wir großräumig über Leonberg ohne uns jetzt
schon in der Detailarbeit zu verlieren. So werden sich neue Chancen
eröffnen.
9.
Gewerbegebiete
Die Ideen zu neuen Gewerbegebieten kriechen aus allen Poren. Man ereifert
sich bei Wahlveranstaltungen, hält Kollegen dies und das vor, und zaubert
natürlich keine Hasen sondern tolle Gewerbegebietsideen aus dem Hut. Neue
Ideen? Alles schon mal da gewesen. Blättern Sie bitte 5 Jahre zurück.
Vermutlich auch 10 Jahre. Es ist ein Brei, denn es ist noch immer die
selbe Stadt mit den selben Platznöten.
Erlauben
Sie uns zu phantasieren: Gewerbe muss in die Nähe der Autobahn, das ist
logisch weil praktisch und ökologisch vernünftig. In der Nähe der
Autobahnen ist aber kein Platz, nur an den Stadträndern mitten in
Naherholungsgebieten, gutem Ackerland oder Naturschutzgebieten.
Wir raten also dringen zunächst die noch vorhandenen Grundstücke zu
vermarkten. Ebenso wichtig ist es, dass wir als Stadt die
Einkommensteuer-Zuweisungen nicht unterschätzen und nicht nur auf die
einfache aber oft falsche Formel Gewerbe = Geld schielen. Ezach III kann
hier als mögliche Sofortmaßnahme genannt werden.
Weiter sollten wir bei der Erweiterung der Gewerbeflächen auch
querdenken: schauen Sie sich den Hertich mal von oben an! Lösungen die
langes bohren dicker Bretter erfordern sind offensichtlich...
10.-100.
Weiteres
...wird nach und nach nachgelegt. Wir verweisen bis dahin auf 0.) dieser
Aufzählung.
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