Kinder- und Jugendarbeit

 
Die Jugendarbeit in Leonberg hat bislang nur ein erkennbares Ziel: bitte nicht stören! Einzig die Jugendhäuser und das Jugendcafé sind Orte an denen junge Menschen in Leonberg willkommen sind. Neben den Angeboten für ältere Jugendliche ist auch für die Kleineren einiges zu tun: Jahrelanges warten auf den Abenteuerspielplatz ist nur ein Beispiel das nach SALZ-Meinung die unbewegliche und zögerliche Haltung der Stadt dokumentiert. Gerade in städtischen Strukturen ist diese Einrichtung wichtig!

Golfplatzfest, Waldeckparty und sonstige selbstgestaltete Aktivitäten werden unterbunden, andere auch von Jugendlichen genutzte Feste wie die Tage der internationalen Begegnung zurechtgestutzt und zeitbeschränkt. Dabei wird den Zielpersonen der Beschränkungen nicht wirklich klar gemacht, warum diese Sanktionen verhängt werden. Sicher: ein Chaos wie am 1. Mai am Golfplatz darf nicht unkontrolliert fortgeführt werden.
Aber Alibi-Aktionen wie die vorgeschobene Zusammenarbeit mit der SMV der Schulen waren von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wie die Vergangenheit von Greiner- und Feldfest sowie Waldeckparty zeigt, sind die aktiven Jugendlichen eben gerade nicht in der SMV organisiert. Die geeigneten Ansprechpartner zu finden und mit ausreichend Freiraum ein Fest am Golfplatz - oder auch anderswo zu anderer Zeit - zu gestalten wäre eine Zukunftsorientierte Vorgehensweise gewesen. Stattdessen scheint man bestrebt den Jugendlichen möglichst wenig positive Bilder ihrer Stadt vermitteln zu wollen um einen Ortswechsel nach Studium/Ausbildung zu erleichtern. Auswirkungen auf die Altersstruktur der Bevölkerung folgen.

Zur Jugendarbeit gehört nach SALZ-Auffassung nicht nur die Arbeit in den Jugendhäusern. Es muss auch an andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung gedacht werden: wollen wir wirklich dass unsere Kinder schon mit 15 nach Stuttgart fahren müssen weil das Angebot in Leonberg allzu überschaubar ist? Eine aktive neue Stadtmitte mit Kino und Cafés wäre eine alternative. 

Zudem muss der Informationswelt Rechnung getragen werden: wie zeitgemäß sind unsere Jugendhäuser? Ist eine neue Ausrichtung notwendig? Wie holen wir aktiv Nachwuchs in die Vereine?

Neben der Freizeitgestaltung darf selbstverständlich eine zukunftssichere Ausbildung nicht vergessen werden. Ganztagesschulen und Krippenplätze sind wichtig. Allerdings haben wir von SALZ auch Zweifel ob sich mit diesen Einrichtungen nicht eine prima Chance bietet sich seiner Kinder frühzeitig zu entledigen. Beide Einrichtungen haben zweifelsohne ihren Sinn. Aber alternativlos dürfen sie nicht stehen, es muss eine Wahlmöglichkeit für eine stärker familiengebundene Erziehung bestehen bleiben. 

 

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Ein lenkbares Schaf. Achtung: hat mit Jugendlichen nichts zu tun!